VW Golf Cabriolet

Das Golf I Cabrio kam im März 1979 auf den Markt und war Nachfolger des Anfang 1980 eingestellten Käfer Cabrios.

Der neue Wagen kam anfangs bei der Käfer-gewohnten Kundschaft nicht gut an und wurde besonders in roter Lackierung mit dem neuen Überrollbügel etwas abwertend als „Erdbeerkörbchen“ bezeichnet.

Kritisch an dem neuen VW-Modell wurde gesehen, dass das „Offenfahrgefühl“ durch die nicht völlig versenkbaren hinteren Seitenscheiben und den Bügel eingeschränkt wird.

Vorteilhaft ist jedoch, dass die vorderen Sicherheitsgurte (das viersitzige Auto hat auf den beiden hinteren Plätzen nur Beckengurte) am Bügel einen höheren oberen Anlenkpunkt haben und durch ihn die Sicherheit bei Unfällen mit Überschlag und die Torsionssteifigkeit der Karosserie erhöht ist.

Nach der Einstellung der Käfer Cabrio-Produktion Anfang 1980 erwies sich der offene Golf in den darauffolgenden Jahren als Verkaufsschlager: Nachdem die Absatzzahlen für Cabrios in den 1980er-Jahren stetig anstiegen und das Golf Cabrio auch in zahlreichen TV-Serien erschien (Schwarzwaldklinik, Remington Steele), erreichte das Fahrzeug einen gewissen Kultstatus und ist heute (2008) ein gesuchter Youngtimer.

Das Cabrio auf der Basis des ersten Golf blieb über die gesamte Produktionszeit des Golf II bis 1993 im VW-Programm (Restposten wurden noch 1994 verkauft) und war noch erhältlich, als bereits der Golf III auf dem Markt erschien.

Das Golf I Cabrio wurde ausschließlich bei Karmann in Osnabrück insgesamt 388.522-mal produziert. 1987 gab es ein kleines Facelift, bei dem die Optik dem geänderten Zeitgeschmack angepasst wurde: Der Kühlergrill wurde grober verrippt und die Stoßfänger erhielten eine breitere, bulligere Form.

Viele ältere Wagen wurden daraufhin mit den neuen Stoßfängern nachgerüstet. Die Motorenpalette entsprach während der gesamten Bauzeit im Allgemeinen den jeweils aktuellen Ottomotoren aus dem Golf. Bei Beginn der Produktion im März 1979 wurden zwei Modelle mit 1,5 Liter Hubraum und 70 PS (Cabrio GLS) sowie 1,6 Liter und 110 PS (Cabrio GLi) angeboten.

Im letzten Modelljahr 1993 gab es nur noch einen 1,8-Liter-Motor mit 98 PS. Es gab zahlreiche Sondermodelle: Sportline, Etienne Aigner, Classic-Line, Christmas Cabrio usw. Die letzten Modelle ab 1992 gab es sogar auf Wunsch mit Fahrer-Airbag und ABS zu kaufen.

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Das kompakte Bügelcabrio

Am 07.12.1976 wurde der erste Golf Cabrio Prototyp von Karmann in Wolfsburg bei VW präsentiert, 1979 begannen die ersten Auslieferungen. Viele trauerten um das Käfer Cabrio und so recht glaubte niemand an den Erfolg des neuen Modelles

Die ersten Modelle wurden mit 1,5 und 1,6 Litermotoren mit 70 bzw 110 PS ausgestattet. Bis 1988 waren noch verschiedene Motoren mit bis zu 1.8 Liter Hubraum und 112 PS im Angebot, die Austattung wurde 1984 erweitert. Neben einem größeren Tank, Amaturenbrett vom Golf II wurde auch erstmals ein Katalysator angeboten.

Bei vielen dieser frühen Modelle wurden die Plastikverbreiterungen des Facelifts von 1988 nachgerüstet. Als Motorisierung in den letzen Modellen kommt nur noch der auch aus dem Scirocco bekannte 1.8 Liter Motor mit G-Kat und 95 PS zum Einsatz.

Nach 14 Jahren Bauzeit und ca. 390 000 Produzierten Cabrios wird "der Einser" 1993 eingestellt und die Produktionsanlagen bei Karmann in Osnabrück auf das neue Modell das Golf III Cabrio umgestellt. Besonders beliebt sind heute die letzten Sondermodelle der Classicline mit Lederausstattung und besonderen Farben sowie das Modell Sportsline mit Sportfahrwerk, Sportsitzen und speziellen Alufelgen, sowie frühe Modelle im Originalzustand.

 

 Modell

1.8

1.6 Kat

1.8 Kat

Bauzeit

82-85

87-93

86-93

Zylinder

4R

4R

4R

Hubraum ( ccm )

1781

1595

1781

Leistung ( PS )

112

72

95

Topspeed ( km/h )

173

154

166

9,4

12,7

11,2

Verbrauch ( Liter )

9,1

8,7

8,8

 

 Allgemeines

 

Antriebsart

Frontantrieb

Verdeck

Stoff - Manuell - Optional - Elektrisch

Öffnungszeit in Sekunden

n.bek

Hardtop

nicht Lieferbar

Kofferraum in Liter Offen / Geschlossen

 

Sitzplätze

4

Tankinhalt in Liter

40/55